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Euro Bank&Finanzen

Der Euro kommt!  

Zum 01. Januar 2002 erfolgt neben der Einführung des Euro-Bargeldes auch die abschlie�ende Umstellung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs von DM auf Euro. Für diejenigen Unternehmen, die noch nicht die entsprechenden Ma�nahmen eingeleitet haben, wird es nun höchste Zeit, die Umstellung anzupacken.

Der Countdown für den Euro hat begonnen

Kontenumstellung
Auch wenn zur Zeit geprüft wird, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen die Kontenumstellung zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen kann, ist aus heutiger Sicht zu erwarten, dass ein Gro�teil der Kundenkonten erst zum 01. Januar 2002 auf Euro umgestellt werden wird, synchron zur Einführung des Euros als Bargeld.

DM als gesetzliches Zahlungsmittel
Nach dem Dritten Euro-Einführungsgesetz verliert auf �Deutsche Mark� und �Pfennig� lautendes Bargeld mit Ablauf des 31.12.2001 seine Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Damit werden die Belastungen, die mit einem Parallelumlauf von DM und Euro als gesetzliche Zahlungsmittel insbesondere für Handel und Kreditwirtschaft verbunden wären, deutlich verringert.

Bargeld-Handhabung
Der nahtlose Übergang von der DM zum Euro als gesetzlichem Zahlungsmittel (juristischer Big Bang) wird ergänzt durch die Gemeinsame Erklärung der Verbände der Automatenwirtschaft, des Handels und vergleichbarer Dienstleistungen sowie der Kreditwirtschaft zur �Modifizierten Stichtagsregelung�. Sie ermöglicht, DM-Bargeld bis zum 28.02.2002, im Rahmen von Kundenbeziehungen auch über dieses Datum hinaus, zu Zahlungszwecken einzusetzen. Die beteiligten Verbände verpflichten sich in der Gemeinsamen Erklärung, auf ihre Mitgliedsunternehmen einzuwirken, damit diese den Umgang mit Beständen an DM-Bargeld, die nach dem 01.01.2002 noch in Umlauf sind, verlässlich nach Ma�gabe der Gemeinsamen Erklärung handhaben.

Es besteht Einigkeit darüber, dass bei allen Barzahlungen grundsätzlich Euro-Wechselgeld herausgegeben wird. Gleichwohl kann der Handel - wie in der Begründung zum Entwurf des Dritten Euro-Einführungsgesetz ausgeführt - in der Zeit bis zum 28.02.2002 ausnahmsweise aus verfügbaren Beständen auch DM-Bargeld als Wechselgeld herausgeben.

Selbst über den 28.02.2002 hinaus kann DM-Bargeld risikolos angenommen werden, da die Deutsche Bundesbank auf Deutsche Mark lautende Banknoten und auf Deutsche Mark oder Pfennig lautende Bundesmünzen - einschlie�lich Olympia- und Gedenkmünzen - auch nach Ablauf des 28.02.2002 kostenlos in Euro umtauschen wird.

Wichtige Eckdaten zur Euro-Einführung 2001-2002

Ab Juni 2001
Eindeutige Hervorhebung der Euro-Preise ist möglich. Die DEM-Preise sind allerdings weiterhin bis 31.12.2001 mit anzugeben.

Ab 1. September 2001
Beginn der Vorabausstattung mit Euro-Bargeld für die Geschäftskunden der Kreditwirtschaft.

17. Dezember 2001
Ausgabe von Münz-Starter Kits an Privatpersonen.

1. Januar 2002
- Euro und Cent werden alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel
- Keine DEM-Preisauszeichnung mehr möglich
- Unternehmen müssen intern wie extern eurotauglich sein
- Die öffentliche Verwaltung ist komplett auf den Euro umgestellt


28. Februar 2002
- Ende des doppelten Bargeldumlaufs von D-Mark und Euro
- Die Deutsche Bundesbank und die Landeszentralbanken tauschen unbefristet weiterhin DM-Bargeld in Euro um

Front-Loading Pläne und Starter-Kits für den Euro
Das neue Geld kann erst ab dem Neujahrstag 2002 als gesetzliches Zahlungsmittel eingesetzt werden. Die Bürgerinnen und Bürger können ab 17. Dezember zum Selbstkostenpreis von 20 DM Euro-Münz-Mischungen - dies entspricht 10,23 Euro - bei den Banken und Sparkassen erwerben. Diese als Starter Kits bezeichneten Mischungen enthalten 20 Münzen. 

Das Bundesfinanzministerium und die Bundesbank werden aufgrund von Bestellungen des Kreditgewerbes eine Gesamtmenge von 53,5 Mio. Starter Kits zur Verfügung stellen. Eine vorzeitige Ausstattung der Bürger mit Euro-Banknoten ist dagegen nicht vorgesehen. Gegen Noten-Starter Kits sprechen vor allem rechtliche Gründe und Sicherheitsbedenken. Die Kreditinstitute haben aber zugesagt, dass die meisten Geldautomaten sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten bereits am 1. Januar 2002 Euro-Banknoten, insbesondere auch kleine Scheine, auszahlen werden.

Quelle: Europäische Kommission / Deutsche Bundesbank
 

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