

Brief geschrieben, keine Marke zur Hand - Postfiliale zu? Kein Problem, sofern man einen PC mit Internetverbindung und einen Drucker zu Hause stehen hat. Dann kann man sich seine Briefmarken selbst drucken - mit farbigem Motiv geschmückt oder einfach schwarz-weiß. Die ganz Bequemen können ihr Porto sogar mit dem Handy per SMS bestellen - das kostet allerdings ein wenig mehr.
Briefmarken im Internet zu bestellen, ist ganz einfach. Voraussetzung ist ein Computer mit Internetanschluss und Web-Browser und der "Adobe Acrobat Reader" ab Version 6.0.5, den man sich kostenlos im Internet herunterladen kann und mit dessen Hilfe sogenannte PDF-Dateien lesbar werden.
Seine Internet-Briefmarken kann man mit 170 verschiedenen Motiven schmücken - vom jahreszeitlich passend als Rentier geschmückten Mops über Weihnachts- oder Schneemann, bis hin zu Rennauto, Computertastatur, Schneelandschaft. Wer es tierisch mag, kann aus dem Vollen schöpfen: Küken, Fohlen, Eulen, Hamster, Kuh, Katze, Hund, Tiger oder Schwein können die eigenen Briefmarken zieren. Man muss nicht für alle seine Marken dasselbe Motiv wählen, sondern kann sich verschiedene Versionen von Briefmarken zusammenstellen. Wer es schlicht mag, wählt "kein Motiv" und bekommt seine Marke mit Balkencode und Text in schwarz-weiß.
Ganz Bequeme können ihre "Briefmarke" auch per Handy ordern: An die 22 1 22 eine SMS mit "Brief" oder "Karte" senden und innerhalb von 60 Sekunden kommt eine SMS mit einer 12stelligen Zahlenfolge. Diese schreibt man dann auf den Brief - und ab in den Briefkasten. Das Ganze hat seinen Preis: Ein Standardbrief kostet 95 Cent statt der normalen 55, eine Postkarte 85 statt 45 Cent - zuzüglich der Kosten für die SMS. Derzeit ist dieser Service nur für Handybesitzer mit Vertrag bei T-Mobile, Vodafone und E-plus möglich. Abgerechnet wird über die Mobilfunkrechnung.
Danach geht es an die Kasse. Die Marken kosten im Internet genauso viel wie
in der Postfiliale. Lediglich PC und Druckerpatrone werden beansprucht.
Der Postkunde kann wählen zwischen der Bezahlung per Lastschrift, PayPal
oder "giropay"-Online-Überweisung. Nicht alle Banken sind an
"giropay" angeschlossen - am besten vorher nachfragen. Alle, die das Programm
"Stampit" benutzen, können über ihre dort eingerichtete Portokasse bezahlen,
dabei gibt es keinen Mindestbetrag. Wer sich für die Lastschrift entscheidet,
muss sich einmal registrieren - mit persönlichen Daten und Bankverbindung.
Nach der Bezahlung bekommt man eine PDF-Datei zugesandt und diese druckt man dann aus - entweder auf Etiketten, direkt auf den Brief - oder auf normales Druckerpapier. Bedruckt man normales Papier, muss man dann allerdings noch zu Schere und Klebestift greifen, um seinen Brief zu frankieren.
Missbrauch ist beim Online-Porto ausgeschlossen, eine
Mehrfachnutzung nicht möglich: "Auf der Internetmarke befindet sich ein
Matrixcode und dieser kann nur einmal verwendet werden. Unser System
würde das erkennen, wenn die Marke bereits da war. Der Brief wird
aussortiert und an den Absender zurückgeschickt", erklärt Dieter Nawrath
von der Münchner Pressestelle der Deutschen Post AG. Übrigens:
Herkömmliche Marken und Internet-Briefmarken darf man nicht auf einem
Brief mischen.
Weblink
Online-Porto
Briefmarken selbst drucken [internetmarke.de]
