Rückwärtssuche

Neuer Service bei der Telefonauskunft: Die Nummer führt zu Name und Adresse

Wer sich in Eile nur eine Rufnummer notiert hat und nicht mehr weiß, ob sich ein Freund oder eine Firma hinter der anonymen Zahlenreihe verbirgt, kann sich künftig mit Hilfe der Nummer auf die Suche nach dem passenden Telefonteilnehmer machen. Das neue Telekommunikationsgesetz erlaubt die so genannte Invers- oder auch Rückwärtssuche. Das bedeutet, Auskunftsdienste dürfen künftig über die Telefonnummer Name und Adresse von Teilnehmern rückverfolgen und diese Daten an fahndende Kunden weitergeben.

Allerdings: Die Inverssuche ist nur erlaubt, wenn der gesuchte Teilnehmer im Telefonbuch oder einem elektronischen Kundenverzeichnis eingetragen und darauf hingewiesen worden ist, dass er gegen das Aufspüren über die Rufnummer Widerspruch einlegen kann. Weitere Regeln die Firmen beachten müssen, die den neuen Auskunftsservice anbieten:

  • Die bisherige Auskunftspraxis, über die Angabe eines Namens die entsprechende Rufnummer zu erfragen, bleibt bestehen. Auskunftsdienste dürfen Nummern oder Auskünfte über Anschrift, Beruf, Branche auch künftig nur preisgeben, wenn ein Teilnehmer mit der Weitergabe seiner persönlichen Daten einverstanden ist. Diese Angaben müssen den Hinweisen im öffentlichen Telefonbuch entsprechen.
  • Bei der Inverssuche gibt es jedoch eine Einschränkung. Wird künftig ein Teilnehmer über eine Rufnummer identifiziert, darf die Telefonauskunft nur die im Telefonbuch veröffentlichen Namen und Anschriften nennen. Die Angabe des Berufs oder der Branche ist hierbei untersagt.
  • Eine Suche über die Rufnummer darf von telefonischen Auskunftsdiensten nur dann angeboten werden, wenn Kunden, die bereits im Telefonbuch oder in einem elektronischen Verzeichnis eingetragen sind, gegen die Inverssuche keinen Widerspruch eingelegt haben. Die Auskunftsdienste müssen ausdrücklich auf dieses Widerspruchsrecht hinweisen. Der Hinweis auf das Widerspruchsrecht wird über die Telefonrechnung des Netzanschlussbetreibers versandt, also in den meisten Fällen über die Deutsche Telekom AG. Diese informiert zurzeit ihre Kunden über die aktuellen Telefonrechnungen.
  • Telefonkunden, die nicht wollen, dass Name und Anschrift über ihre Rufnummer ermittelt werden können, sollten der Inverssuche unverzüglich widersprechen. Der Widerspruch kann jederzeit kostenlos beim Netzanschlussbetreiber schriftlich oder telefonisch eingelegt werden.

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